Dem Deutsch der 30-er Jahre

Donnerstag, 16.Mai 2013, 13.50 Uhr
Seit ihrer Vertreibung aus Deutschland durch die Nazis leben viele deutsche Juden in Israel und trauern ihrer verlorenen deutschen Kultur nach. Die studierte Germanistin Vera von Treuenfeld hat mehrere dieser nun sehr alten Damen in Israel besucht und zeichnet in ihrem Buch in eindrucksvoller Weise ihr Leben nach. Diese Frauen berichten im Deutsch der 30-er Jahre von ihrem Leben, von Mord und Vertreibung, von der Ankunft in Palästina, vom Anfang als Putzfrau bis zum Aufstieg als Diplomatin. Sie alle eint ihre gebliebene Verbundenheit zur deutschen Kultur, wofür sie in Israel als "Jeckes" verspottet werden. Und wer hätte gedacht, dass sie alle Günter Jauch verehren und wöchentlich seine Sendung "Wer wird Millionär?" verfolgen? Als Günter Jauch dies erfuhr, erklärte er sich sofort bereit, das Vorwort zu dem Buch zu verfassen und begleitete die Autorin überdies zu einem Besuch der alten Damen nach Tel Aviv. Wer mehr erfahren möchte, ist herzlich zur Autorenlesung in die Flohburg am 23. Mai um 17:30 Uhr eingeladen. Der Eintritt ist frei. Veranstalter ist die Nordhäuser Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Nordhausen. Im Anschluss an den Vortrag findet deren Jahresversammlung statt.




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